„In den kommenden Jahren wird es kaum noch Überlebende des Holocaust und andere Opfer des NS-Regimes geben, die über ihre Erlebnisse berichten könnten. Wie sichern wir die Beweise an den Tatorten und schützen die authentischen Zeugnisse im digitalen Zeitalter? Diese Ausstellung stellt zentrale Fragen zu Gedenkarbeit und Erinnerungskultur in den Mittelpunkt und möchte die Arbeit der Gedenkstätten unterstützen, die noch heute Orte der Trauer sind.
Wie steht es aktuell in Deutschland um die Erinnerungskultur in Bezug auf die NS-Verbrechen und welchen Angriffen hat sich das Gedenken zu erwehren? Die Ausstellung in der Bundeskunsthalle beleuchtet die sich wandelnden Methoden des Gedenkens an die NS-Verbrechen anhand künstlerischer Positionen sowie historischer Zeugnisse und Objekte. Sie untersucht, wie gegen das Vergessen und für das Erinnern gearbeitet und gekämpft werden muss und wird, um die Demokratie zu schützen.“ (Ausstellungstext)
Andreas Maus ist mit Werken in der Ausstellung vertreten – Zeichnungen, Keramik und einem Video-Interview mit dem Behindertenbeauftragten der Bundesregierung, Jürgen Dusel. In seinen Werken teilt er seinen Blick auf die Geschichte als Jemand, der nach Nazi-Ideologie von den “Euthanasie”-Verbrechen betroffen gewesen wäre. Und er nutzt sie als Träger, um vor einer Wiederholung der Geschichte zu warnen: “Zur Abschreckung. Das soll nämlich deutlich machen wie grausam die Nazis waren. Dass das nicht wieder passiert. Es gibt ja genug Hohlköpfe hier in Deutschland.“
Hochkarätige Expert*innen wie Aleida Assmann, Meron Mendel, Susanne Siegert, Eva Umlauf und Jens-Christian Wagner haben an Ausstellung und Begleitbuch mitgearbeitet.
Mehr Infos zur Ausstellung gibt es hier (bundeskunsthalle.de/niewieder).
Bild: Andreas Maus, Jedes Wort im Bundestag hat Bestand. A.F.D. Seit vorsichtig, 2025
© VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Foto: Enno Jäkel/ Copyright: Kunsthaus KAT18
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